Reza Khandan ist ein iranischer Menschenrechtsverteidiger und der Ehemann der bekannten Anwältin und Friedensnobelpreisträgerin Nasrin Sotoudeh. Er unterstützt seine Frau in ihrem Einsatz für die Menschenrechte. Dabei setzt er sich insbesondere für die Rechte von Frauen und politischen Gefangenen im Iran ein.
Reza Khandan ist am 13. Dezember 2024 von iranischen Sicherheitskräften verhaftet worden und befindet sich seither im Evin-Gefängnis.
Varisheh Moradi
Die 39 jährige Varisheh Moradi gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Sie wurde in Sanandaj, Iran geboren und setzt sich für Frauenrechte und Umweltschutz ein.
2010 ging Varisheh Moradi in den Irakischen Kurdistan und schloss sich dort der “Gemeinschaft der freien Frauen Ostkurdistans” (KJAR) an. Mit dem Ausbruch des Kriegs in Syrien kämpfte sie im syrischen Kurdistan gegen den Islamischen Staat und wurde sogar bei der Verteidigung von Kobane verletzt.
Ihr droht die Hinrichtung, nachdem sie Anfang November 2024 vor der Abteilung 15 des Teheraner Revolutionsgerichts in einem grob unfairen Verfahren zum Tode verurteilt wurde. Aufgrund mutmaßlicher Verbindungen zu kurdischen Oppositionsgruppen wurde sie der „bewaffneten Rebellion gegen den Staat“ (baghi) für schuldig befunden. Ihr Rechtsmittel gegen das Todesurteil ist derzeit vor dem Obersten Gerichtshof anhängig.
08.03. Weltfrauentag: Erinnerung an die Frauen im Iran
Am Weltfrauentag hat die Gruppe Bonn-Mitte auf dem Bonner Münsterplatz an die inhaftierten Frauen im Iran erinnert.
Wir haben an die Passanten Rosen mit angehängten Postkarten verteilt. Die 150 Postkarten mit der Aufforderung zur Freilassung prominenter inhaftierter Frauen sollen an die iranische Botschaft geschickt werden. Die Reaktionen waren sehr positiv; so gehen wir davon aus, dass die meisten der Karten ihr Ziel in der Botschaft erreichen.
Der Gedanke daran, dass Monireh Arabshahi und Yasaman Aryani (Mutter und Tochter) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden sind, nachdem sie in einer ähnlichen Aktion ohne Kopftuch in einer Teheraner U-Bahn Blumen verteilten, macht uns fassungslos.
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