Varisheh Moradi

Die 39 jährige Varisheh Moradi gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Sie wurde in Sanandaj, Iran geboren und setzt sich für Frauenrechte und Umweltschutz ein.
2010 ging Varisheh Moradi in den Irakischen Kurdistan und schloss sich dort der “Gemeinschaft der freien Frauen Ostkurdistans” (KJAR) an. Mit dem Ausbruch des Kriegs in Syrien kämpfte sie im syrischen Kurdistan gegen den Islamischen Staat und wurde sogar bei der Verteidigung von Kobane verletzt.
 
Ihr droht die Hinrichtung, nachdem sie Anfang November 2024 vor der Abteilung 15 des Teheraner Revolutionsgerichts in einem grob unfairen Verfahren zum Tode verurteilt wurde. Aufgrund mutmaßlicher Verbindungen zu kurdischen Oppositionsgruppen wurde sie der „bewaffneten Rebellion gegen den Staat“ (baghi) für schuldig befunden. Ihr Rechtsmittel gegen das Todesurteil ist derzeit vor dem Obersten Gerichtshof anhängig.