Am 12.05 fand unser traditioneller Menschenrechtslauf statt. Es nahmen ungefähr 70 Läufer*innen teil. Unsere Gruppe macht dabei auf die Menschenrechtslage im Iran aufmerksam. Unsere Läufer*innen trugen die Namen von neun Inhaftierten, die sich gewaltlos für die Menschenrechte eingesetzt hatten und daraufhin in unfairen Prozessen verurteilt worden sind.
Wir haben mehr als 100 Unterschriften gesammelt, die wir über die über die iranische Vertretung in Brüssel an den obersten Justizrat in Teheran schicken.
Wir haben uns diesmal für
- Varisheh Moradi
- Reza Khandan
- Pakhshan Azizi
- Sayed Hossein Kazemeyni Boroujerdi
- Golrokh Ebrahimi Iraee
- Arash Sadeghi
eingesetzt.
Dieses Mal stand der Lauf unter dem Zeichen der vorübergehenden Freilassung von Narges Mohammadi, die nach meheren Herzinfarkten für eine medizinische Behandlung freigelassen worden ist.
Es gab auch Lichtblicke: Maryam Akbari Monfared, für die wir uns noch beim letzten Lauf im Oktober 2025 eingesetzt hatten, ist frei! Sie war seit März 2021 unter grausamen und unmenschlichen Bedingungen zu Unrecht inhaftiert und sollte laut Urteil noch weitere drei Jahre in Haft bleiben. Außerdem wurden 2 weitere Personen, die ihre Namen aus Angst vor eventuellen erneuten Repressionen nicht veröffentlicht sehen wollen, seit unserem letzten Lauf freigelassen.
Insgesamt hat sich die derzeitige Siuation in Bezug auf Menschenrechte leider verschärft. Zwischen Januar und September 2025 allein sind mehr als 1000 Menschen hingerichtet worden.
Dazu kommt das Gefühl der Hoffnungslosigkeit im Iran nach der brutalen Niederschlagung der Aufstände im Januar und Februar mit mindestens 5.000 Toten, wahrscheinlich aber weit mehr, wenn man Schätzungen aus den Krankenhäusern zugrundelegt.

